DIY – Vintage Hochzeitstorte

Liebe Vintage Hochzeitsfreunde,

im September feierten wir den schönsten Tag unseres Lebens – unsere Hochzeit.

Wer kann, der kann, der hat einen Hochzeitsplaner à la Frooonck. Andere wiederum haben sich selbst, und das ist auch völlig ausreichend!!!

Ich als Frau in dem Zweiergespann Beziehung habe also 9 Monate auf diesen Tag hingearbeitet. Anfangs noch völlig euphorisch, die rosa rote Herzchenbrille jedem unter die Nase gehalten. Nachdem ich den Kampf um das perfekte Kleid, sowie die Diskussion um die Gästeliste hinter mich gebracht hatte, schwankte die Stimmung von prinzessinnenhafter Euphorie zu leicht zickiger Betrübtheit, weil manche Dinge einfach nicht so klappen wollten, wie „frau“ sich das vorgestellt hat. Aber auch diese Phase haben wir mit Bravour gemeistert.

Jeder, der eine Hochzeit ganz nach seinen Vorstellungen realisieren möchte, sollte auch das Zepter nicht aus der Hand geben und sich trauen!

Im heutigen Beitrag aber liegt der Fokus auf der Hochzeitstorte. Ein oft kostspieliges Unterfangen (jeder Hochzeitstortenbäcker hat selbstverständlich seine Daseinsberechtigung), jedoch wussten wir, dass nach unserem grandiosen Buffet kaum noch einer ein deftiges Tortenstück abgreifen würde. Daher sahen wir nicht die Notwendigkeit 300 wertvolle € in eine Torte zu investieren.

Machte auch gar nichts, denn wir Frauen haben doch alle irgendwie mal Backen gelernt…nur Mut!

Natürlich haben wir uns zuvor eine Wunschtorte über Pinterest herausgesucht. Und die haben wir versucht, nachzugestalten:

TORTE

Schritt 1:

Finde einen Bäcker deines Vertrauens und bestelle bei ihm fertige frische leckere Wiener Tortenböden (gibt es als Vanille und Kakao-Geschmack). Der Bäcker lässt einen selbst entscheiden, wie oft der Boden geschnitten werden soll. Also kann man frei wählen, wie viele Cremes eine Torte haben soll. Ein Boden hat uns 6,50€ gekostet und wurde uns sogar nach Hause geliefert.

Schritt 2:

Entscheide dich für Creme-Geschmäcker, die innerhalb einer Torte zusammenpassen. Z.B. eine Fruchttorte und zwei eher vanillige/schokoladige Creme-Torten. Ich würde es auch abhängig von der Jahreszeit machen und vor allem aber auch vom eigenen Gusto!! Es ist der EIGENE Hochzeitstag und uns selbst sollte es schmecken.

Unsere Auswahl fiel auf:

1)      Stracciatella | Schokoladencreme mit halbierten Giottos

2)      Vanillepudding | Vanille Butercreme

3)      Käse-Quark-Creme | Mango-Joghurt-Creme

Die Cremes habe ich mit tatkräftiger Unterstützung von Freundinnen einen Tag vor der Hochzeit zusammengemischt und anschließend in allen verfügbaren Kühlschränken, versehen mit Post-It-Zetteln, untergebracht und über Nacht kühl gelagert. ACHTUNG: Buttercreme zwar fest werden lassen und kühler stellen, jedoch nicht in den Kühlschrank packen, sonst lässt sie sich am darauf folgenden Tag nicht gut verarbeiten!

Schritt 3:

Am Hochzeitstag selbst hat mich um 7Uhr der Wecker aus dem Bett geholt, anschließend bin ich trotz der großen Besucherschar ins Bad geschlichen, hab alles Notwendige erledigt und galant im Bademantel in die Küche getänzelt. Dann habe ich mir nach und nach jede Torte vorgenommen und die Zwischenböden mit den unterschiedlichen Cremes bestrichen und dann wieder kühl gestellt.

Die ganze Cremerei und Kleisterei war nach einer knappen Stunde vorüber und ich als Braut durfte mich dann ganz auf mich konzentrieren.

Ab hier kommt dann auch der Punkt, an dem man das Zepter in eine erfahrene oder geübte Hand geben sollte. Eine meiner lieben Verwandten ist auf dem Gebiet der Fondantbearbeitung sehr fit und war so lieb, die Torten dann zu gestalten.

Theoretisch hätte ich auch das in Eigenregie geschafft, jedoch waren bei uns Standesamt und Hochzeit auf zwei aufeinanderfolgenden Tagen, daher hat die Zeit es nicht hergegeben.

Schritt 4 (in der Theorie):

Für 3 Torten haben wir 2,5 kg Fondant verarbeitet.

Vorab wurde eine extrem zuckrige Buttercreme angerührt (Mischverhältnis für alle 3 Torten: 3 Butterpakete à 250 g und 7 Puderzucker Pakete à 250 g). Diese Masse muss extrem lange und fein auf höchster Stufe gerührt werden, sodass keine Klümpchen beim Verzehr bemerkbar sind. Diese Masse wird um jede Torte geschmiert, um Unebenheiten auszugleichen, sodass nach Überziehen des Fondants keine Dellen zu sehen sind.

Anschließend wird der Fondant (wir haben ihn in der Mikrowelle ganz leicht erhitzt, um ihn geschmeidiger zu machen) auf einer großen Fläche ausgerollt, sodass er maximal 1cm dick ist. Anschließend wird er mittig auf die Torte gelegt und nun ist viel Feingefühl zum Glattstreichen notwendig.

Wir haben die Torten direkt auf den späteren Tortenständer gesetzt und als solche transportiert.

Schritt 5 (die Deko):

Im Vorfeld habe ich über ebay 4cm breites Jute-Band besorgt und ebenfalls selbstklebende Spitze auf einer Rolle, außerdem 6 Schaschlik-Spieße und eine Rolle durchsichtiges Nylon-Garn.

Aus dem Jute-Band habe ich Wimpel geschnitten (einfache Dreiecke) und diese auf ein ca. 15 cm langes Nylon-Band gespannt. In die Schaschlik Spieße habe ich mit einem Messer die glatte Oberseite eingeritzt, um das Nylon-Band darin einzuspannen. Somit hatten wir unsere Wimpelgirlande.

Das Jute-Band für die Torte wurde mit Zuckerguss einmal drumgelegt und befestigt, die selbstklebende Spitze anschließend drumgelegt.

Zur weiteren Verzierung haben wir aus buntem Fondant geformte Blüten und Blätter besorgt und diese mittig unter den Wimpelgirlanden positioniert.

Das Endergebnis hat uns umgehauen und wir würden alles genauso wiederholen! Also, nur Mut zu Eigeninitiative, et hätt doch ever jot jejange!

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